GEFÜHRTE WANDERUNG

Genusswandern am Grünen Band

Genusswandern am Grünen Band bietet Einblicke in die Geschichte Deutschlands und in die Natur, die sich auf dem Grenzstreifen ungestört entwickelt hat.

Innerdeutsche Grenze

Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die vier Siegermächten Deutschland auf. Im Westen haben sich die USA, Großbritannien und Frankreich zusammengeschlossen und 1949 mit der Verkündung des Grundgesetzes die Bundesrepublik Deutschland gegründet, hingegen entwickelte sich im Osten die Deutsche Demokratische Republik in Abhängigkeit von der Sowjetunion zur einem diktatorischen Staat. 1961 errichtete die DDR zunächst in Berlin und später an der gesamten ca. 1400 km langen Grenze eine Mauer bzw. ein Zaun, denn zahlreiche Menschen verließen den Osten.

Um die Grenze besser bewachen zu können, baute die DDR den Grenzbereich nach und nach immer weiter aus und es entstand ein fünf Kilometer breites Sperrgebiet mit einem Schutzstreifen und einem Kontrollstreifen. Zur besseren Überwachung wurden Grenztürme errichtet. Teile dieser Grenzanlage sind noch heute sichtbar, wie der Kolonnenweg und einzelne Grenztürme. Anhand dieser wird bei der Wanderung über die Geschichte der deutschen Teilung gesprochen.

Das Grüne Band

In dem Schutzstreifen innerhalb des Sperrgebietes entwickelte sich eine vielfältige Fauna und Flora, denn hier konnten sich Pflanzen und Tiere zurückziehen und ungestört leben. Dies wurde glücklicherweise früh erkannt und kurz nach dem Fall der Mauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland BUND und dem Freistaat Thüringen das Naturschutzprojekt Grünes Band Deutschland gegründet.

Das Grüne Band ist ein Biotopverbund, der auf den ca. 1400 Kilometern Länge an nur wenigen Stellen durch Straßen und Bahntrassen unterbrochen wird. Dieser Biotopverbund setzt sich sogar international entlang des Eisernen Vorhangs nach Norden und Süden hin fort und ist eines der wertvollsten Schutzgebiete in Deutschland. Auch nach dem Fall der Mauer hat sich die Natur weitgehend ungestört hier ausgebreitet, da lange noch Minen im Boden waren und die Flächen nicht bearbeitet wurden.

Lokale Köstlichkeiten

Nur wenige Kilometer von der ehemaligen innerdeutschen Grenze entfernt, liegt in Grandenborn Der Teichhof, der mittlerweile in vierter Generation geführt wird. Hier wird noch selbst geschlachtet und es entstehen neben der Ahlen Wurst verschiedene Metzgerei-Spezialitäten. Außerdem wird einmal die Woche frisch gebacken. Dann gibt es Natursauerteigbrot und Kuchen aus dem Holzbackofen.

Darüber hinaus initiierte der GeoNaturpark Frau-Holle-Land die Marke „Holles Schaf“ im Rahmen des Naturschutzprojektes „Schaf schafft Landschaft„, welche nachhaltig wirtschaftenden Betrieben mit handwerklichen Produkten die Möglichkeit bietet ihre Produkte zu vermarkten. Eine Vielzahl dieser Produkte kommt beim Picknick während der Wanderung auf den Tisch bzw. auf die Picknickdecke.

In Kooperation mit dem GeoNaturpark Frau-Holle-Land.

Genusswanderung „Grenzgänge“

Ausgehend vom Wanderparkplatz „Baumkreuz bei Ifta“ startet die Genusswanderung, die sich mit der deutschen Geschichte und dem Grünen Band befassen. Wir plaudern über das ehemals geteilte Deutschland, entdecken seltene Pflanzen und genießen eine regionale Jause.

Die Genusswanderung Grenzgänge wird auch als öffentliche Wanderung Angeboten. An drei verschiedenen Terminen findet die Genusswanderung „Grenzgänge“ statt, jedoch mit verschiedenen Wegeverläufen. Hier geht’s zu den öffentlichen Terminen.

Start / Ziel: Denkmal Baumkreuz am Grünen Band

Distanz: ca. 8,5 km
Schwierigkeit: mittelschwer
Dauer: ca. 4 Std.
Verpflegung: Jause im Preis enthalten; bitte Wasser für den Weg mitnehmen

Anreise mit dem Auto: Wanderparkplatz Baumkreuz (Grenzparkplatz bei Ifta).

Gruppengröße: max. 15 Personen; Für Gruppen mit mehr als 15 Personen ist ein zweiter Wanderführer nötig.

Frühling in Morschen
  • Genusswanderung
    299,- €
    Gruppenpreis bis 10 Personen

    (Gruppen mit mehr als 10 Personen auf Anfrage)

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