Wald und Wild prägen den Reinhardswald seit Jahrhunderten, doch es gibt auch andere kulturelle und kulinarische Besonderheiten zu entdecken.
Der Naturpark Reinhardswald
Der Naturpark Reinhardswald liegt im äußersten Norden Hessens und reicht bis an die Staatsgrenzen zu Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Am Dreiländereck liegt die Stadt Bad Karlshafen. Die südlichsten Ausläufer Grenzen zwischen Hann. Münden und Kassel an die Fulda. Der Naturpark umfasst die Landschaftsräume Reinhardswald, Diemeltal und Weserhänge. Der Reinhardswald ist mit 20.000 ha Hessens größte zusammenhängende Waldfläche. Das Diemeltal zeichnet sich durch die Magerrasen auf Muschelkalk aus, die durch ihre besondere Pflanzenvielfalt zahlreiche Schmetterlinge anlocken. Die steilen Weserhänge sind von vielen natürlichen Bachläufen durchzogen und mit Buchen bestanden.
Mitten im Naturpark liegt der sagenumwobene Urwald Sababurg in dessen unmittelbarer Nähe das gleichnamige Schloss und der Tierpark liegen. Ende des 17. Jahrhunderts ließen sich in der Landgrafschaft Hessen-Kassel zahlreiche Hugenotten und Waldenser nieder. Landgraf Karl bot den französischen Glaubensflüchtlingen eine neue Heimat, um seinem vom 30jährigen Krieg gebeutelten Land Aufschwung zu geben. Er ließ neben einer Stadterweiterung Kassels rund um die Karlskirche eine neue Stadt, die Stadt Bad Karlshafen und mehrere Kolonien errichten.
Regionale Gaumenfreuden
Auf den Kalkmagerrasen an den Hängen des Diemeltals wächst Wacholder, der geerntet und in der St. Alberts Gin Distillery in Liebenau-Haueda zu Gin destilliert wird. In der Hagenmühle in Grebenstein wird nach alter Tradition gemahlen und das Mehl wird weiter zu Brot verarbeitet. In den großen zusammenhängenden Waldflächen wird schon seit Jahrhunderten die Jagd ausgeübt und auch heute noch ist das Wildfleisch aus dem Reinhardswald nicht wegzudenken. Die fruchtbaren Tälern entlang der Diemel und Weser ermöglichen einen erfolgreichen Anbau von Obst und Gemüse, welches auf den Wochenmärkten in der Umgebung und in der Markthalle in Kassel erworben werden kann. Von Calden ausgehend bietet der sandige und lehmige Grund darüber hinaus ideale Bedingungen für den Anbau von Spargel und Erdbeeren.
Aktiv im Naturpark Reinhardswald.
Genusswanderung „Gin & Wild“
Bei der Genusswanderung Gin & Wild erwartet uns eine Komposition aus Landschaft und Kulinarik im Naturpark Reinhardswald. Von Niedermeiser ausgehend wandern wir vorbei an Magerrasen auf Muschelkalk mit Wacholdersträuchern. Hier haben wir die wichtigste Zutat für den Gin. Durch den Wald, in dem reichlich Wild vorkommt, kommen wir zum Naturschutzgebiet Meßhagen. Als ehemaliger Standort hessischer Husarenregimenter, später Jungviehweide einer Weidegenossenschaft und schließlich Truppenübungsplatz entwickelte sich eine große offene Fläche mit besonderer Vegetation mitten im Wald. So lernen Sie den Lebensraum von Wild und Wacholder kennen, welche an einer kulinarischen Station verkostet werden. Hier treffen wir auf Kai Seidenhefter von der St. Alberts Gin Distillery, der uns in die Kunst des Destillierens einweiht. Wir dürfen einen Gintonic kosten und dazu wird Wildwurst und Brot von der Hagenmühle aus Grebenstein gereicht.
Start / Ziel: Wanderparkplatz „An der Feuerwehr“
Distanz: ca. 8 km
Schwierigkeit: leicht bis mittelschwer, wenige Steigungen
Dauer: ca. 4,0 Std.
Verpflegung: Verkostung im Preis enthalten; bitte Wasser für den Weg mitnehmen
Anreise mit dem Auto: Wanderparkplatz „An der Feuerwehr“, Buttenstraße in Niedermeiser
Anreise mit dem ÖPNV: Bushaltestelle Liebenau-Niedermeiser, Feuerwehr
Gruppengröße: max. 15 Personen
- 4 Std. Wanderungab 415,- €Gruppenpreis bis 10 Personen
(18 Euro jede weitere Person bis max. 15 Personen)






