GEFÜHRTE WANDERUNGEN

Genusswandern im Frau-Holle-Land

Märchen, Sagen, Myten. Der GeoNaturpark Frau-Holle-Land hat seinen Namen von der sagenumwobenen Märchengestalt. Aber gibt es Frau Holle wirklich nur im Grimm’schen Märchen?

Das Frau-Holle-Land

Mit einer seiner Flächenerweiterungen erhielt der GeoNaturpark einen neuen Namen. In der Nähe der höchsten Erhebung im GeoNaturpark Frau-Holle-Land am Hohen Meißner befindet sich der Frau-Holle-Teich. Dieser findet sich in den gesammelten Sagen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gleich mehrfach wieder. Der GeoNaturpark Frau-Holle-Land liegt östlich von Kassel und erstreckt sich in Richtung Osten bis zur Innerdeutschen Grenze. Im Norden grenzt es an die Niedersächsische Landesgrenze und im Sünden reicht es bis über den Ringau hinaus nach Nentershausen und Herleshausen.

Mit 27 Premiumwanderwegen mit dem Deutschen Wandersiegel ist es eine bekannte, beliebte und vielseitige Wanderregion.

Lokale Köstlichkeiten

Überregional bekannt ist die Kirschblüte in Witzenhausen und die Mohnblüte in Germerode am Hohen Meißner und in Grandenborn im Ringgau. Die im Rahmen des Naturschutzprojektes „Schaf schafft Landschaft“ entstandene Marke „Holles Schaf“ erhält nicht nur die vielseitige, karge und wunderschöne Landschaft und Artenvielfalt, sondern bietet nachhaltig wirtschaftenden Betrieben die Möglichkeit ihre handwerklichen Produkte zu vermarkten. So bringen sie köstliche Gerichte und Produkte vom Schaf, den Landschaftspflegern, auf den Tisch. Aber nicht nur Fleisch gindet sich im Frau-Holle-Land, sondern auch Käse von Ziegen, Schafen und Kühen, die hier die artenreichen Wiesen beweiden.

Nur wenige Kilometer von der ehemaligen innerdeutschen Grenze entfernt, liegt in Grandenborn Der Teichhof, der mittlerweile in vierter Generation geführt wird. Hier wird noch selbst geschlachtet und es entstehen neben der Ahlen Wurst verschiedene Metzgerei-Spezialitäten. Außerdem wird einmal die Woche frisch gebacken. Dann gibt es Natursauerteigbrot und Kuchen aus dem Holzbackofen.

Eine Vielzahl dieser Produkte kommt beim Picknick während der Wanderung auf den Tisch bzw. auf die Picknickdecke.

In Kooperation mit dem GeoNaturpark Frau-Holle-Land.

Genusswanderung „Industrie & Wasser“

Das heutige Industriegebiet Hirschhagen entstand in und um die alten Gebäude der Sprengstofffabrik aus den 1930er Jahren. Hier wurde in den 1930er und 40er Jahren Sprengstoff und Munition produziert. In unmittelbarer Nähe befindet sich er ehemalige Kühlteich, der heute vom Angelverein genutzt wird. An diesen Teich schließt sich das Naturschutzgebiet Steinbachtal und Hirschhagener Teiche mit verschiedenen Gewässertypen und wechselfeuchten Böden an. So konnten sich hier viele Tiere und Pflanzen ansiedeln, die es sonst nicht mehr so häufig gibt.

Bei der Genusswanderung Industrie & Wasser schauen wir uns in der Natur um und kommen an ein paar der Lost Places der alten Sprengstofffabrik vorbei. Wir genießen die frische Luft und die Ruhe des Waldes bevor wir uns auf die Geschichte des Ortes Hirschhagen einlassen. Auf dieser Wanderung wird besonders bewusst, wie vernichtend, aber auch schöpfend der Mensch wirken kann. Es ist genug Zeit sich über die Geschehnisse auszutauschen und für ein gemütliche Picknick mit regionalen Köstlichkeiten aus dem Frau-Holle-Land.

Start / Ziel: Wanderparkplatz an der Hirschhagener Straße (Denkmal für die 206 ermordeten Juden)

Distanz: ca. 9,0 km
Schwierigkeit: mittel
Gehzeit: ca. 2:30 Std.
Verpflegung: Jause im Preis enthalten; bitte Wasser für den Weg mitnehmen

Anreise mit ÖPNV: Bahnhof Fürstenhagen, ca. 30 Minuten Fußweg
Anreise mit dem Auto: Wanderparkplatz an der Hirschhagener Straße

Hier geht’s zu den öffentlichen Terminen.

Gruppengröße: max. 15 Personen; Für Gruppen mit mehr als 15 Personen ist ein zweiter Wanderführer nötig.

Genusswandern am Grünen Band

Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die vier Siegermächten Deutschland auf. Im Westen haben sich die USA, Großbritannien und Frankreich zusammengeschlossen und 1949 mit der Verkündung des Grundgesetzes die Bundesrepublik Deutschland gegründet, hingegen entwickelte sich im Osten die Deutsche Demokratische Republik in Abhängigkeit von der Sowjetunion zur einem diktatorischen Staat. 1961 errichtete die DDR zunächst in Berlin und später an der gesamten ca. 1400 km langen Grenze eine Mauer bzw. ein Zaun, um zu verhinden, dass zahlreiche Menschen den Osten verlassen.

Im Schutzstreifen der Grenzanlage innerhalb des Sperrgebietes entwickelte sich eine vielfältige Fauna und Flora, denn hier konnten sich Pflanzen und Tiere zurückziehen und ungestört leben. Dies wurde glücklicherweise früh erkannt und kurz nach dem Fall der Mauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland BUND und dem Freistaat Thüringen das Naturschutzprojekt Grünes Band Deutschland gegründet.

Das Grüne Band ist ein Biotopverbund, der auf den ca. 1400 Kilometern Länge an nur wenigen Stellen durch Straßen und Bahntrassen unterbrochen wird. Dieser Biotopverbund setzt sich sogar international entlang des Eisernen Vorhangs nach Norden und Süden hin fort und ist eines der wertvollsten Schutzgebiete in Deutschland. Auch nach dem Fall der Mauer hat sich die Natur weitgehend ungestört hier ausgebreitet, da lange noch Minen im Boden waren und die Flächen nicht bearbeitet wurden.

Zwei Routen auf dem Premiumwanderweg P21 geben Einblick in die Geschichte Deutschlands und rechen zum Austausch zwischen Generationen an.

Start / Ziel: Denkmal Baumkreuz am Grünen Band

Distanz: ca. 8,5 km
Schwierigkeit: mittel
Gehzeit: ca. 4,0 Std.
Verpflegung: Jause im Preis enthalten; bitte Wasser für den Weg mitnehmen

Anreise mit dem Auto: Wanderparkplatz Baumkreuz (Grenzparkplatz bei Ifta).

Hier geht’s zu den öffentlichen Terminen.

Gruppengröße: max. 15 Personen; Für Gruppen mit mehr als 15 Personen ist ein zweiter Wanderführer nötig.

Frühling in Morschen
  • Genusswanderung 4,0 Std.
    415,- €
    Gruppenpreis bis 10 Personen

    (Gruppen mit mehr als 10 Personen auf Anfrage)

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