KUNSTFÜHRUNG

Künstler-Nekropole am Blauen See

Der Künstler und Bildhauer Harry Kramer kämpfte in den 1980er Jahren um eine bahnbrechende Idee: ein Künstlerfriedhof mitten im Wald.

Künstler von Documentarang sollten zu Lebzeiten ihr Grabmal entwerfen, außerhalb eines Friedhofs aufstellen und später dort begraben werden. Diese Idee war nicht ganz neu. Schon in früheren Jahrhunderten ließen sich Architekten in einem ihrer Bauwerke -oft in Kirchen- beisetzen. So zum Beispiel Filipo Brunelleschi im Dom von Florenz. Das sich Künstler während ihrer Laufbahn mit dem Tod beschäftigen ist nicht ungewöhnlich, dass sie jedoch ihr eigenes Grabmal realisieren können und darunter bestattet werden, ist außergewöhnlich. Kramer wollte keinen elitären Friedhof eröffnen, sondern Kunst im öffentlichen Raum neu definieren.

1992 wurde die ersten beiden Grabmale am Blauen See im Habichtswald am Rande der Stadt Kassel aufgestellt. Geplant sind 40 Grabmäler im Landschaftsschutzgebiet, die sich selbst überlassen werden, um das Schutzgebiet nicht zu zerstören. Im November 2021 wurde das elfte Grabmal eingeweiht und sechs Künstler fanden bereits hier ihre letzte Ruhe. Auch Harry Kramer wurde am Blauen See bestattet, jedoch anonym und ohne ein Denkmal.

Entdecken Sie auf einem Spaziergang von 1,5 km Länge die Skulpturen und die Geschichten der Künstler, die diese geschaffen haben.

Start / Ziel: Wanderparkplatz Bergfreiheit
Gruppengröße: 20 Personen

Hinweis: Bitte tragen Sie festes Schuhwerk.

Künstlernekropole Kassel
  • Künstlernekropole
    Auf Anfrage
    Gruppenpreis 2-stündige Führung

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